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Wetter und Windinformation

Das Klima ist aufgrund der Lage sub-mediterran mit heißen Sommern und niederschlagsarmen, milden Wintern.

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 13 und 15 °C. In Gardone Riviera, am Südwestufer des Sees, herrscht das mildeste Klima nördlich des Apennins. Die Hauptwinde am nördlichen See sind der Ora und der Pelér. Der Ora ist ein Südwind, der in der Mittagszeit beginnt und bis in die frühen Abendstunden weht. Der Pelér (auch unter dem Namen Vento (ital. für Wind) bekannt) ist ein Nordwind, der in der zweiten Nachthälfte beginnt und bis zum Vormittag anhält. Wegen dieser Winde ist der nördliche Gardasee zwischen Torbole und Malcesine bei Seglern und Surfern sehr beliebt.

Peler

Er ist als Schönwetterwind der König unter den “Gardaseewinden“: kontinuierlich und gleichmäßig im Juni, Juli, August und September. Er setzt zwischen Mitternacht und 3 Uhr morgens ein, (statistisch setzt er während der schönen Jahreszeit von 3 Nächten einmal um 24 Uhr ein), zuerst leicht auf dem nördlichen und mittleren Gardasee, dann mit dem Sonnenaufgang auf der gesamten Fläche. Charakteristisch für den Pelér sind drei große Wellen; die höchste dieser drei ist die zweite (für Windsurfer zum Springen ideal), die von mehreren, meistens 7 kleinen Wellen gefolgt werden. Die höchsten Wellen kann man südlich von Torri oder noch größere bei Toscolano beobachten. Am stärksten wird der Pelér meistens, sobald die ersten Sonnenstrahlen das Wasser am Westufer bestrahlen. Der Pelér weht ca. 12 Stunden, wenn er etwas stärker ist als seine üblichen 4/5 Windstärken, dann hält er manchmal bis 14.00 oder sogar 15.00 Uhr an. Bringt er starke Wellen mit, wühlt er das kalte Wasser aus den unteren Schichten auf und trägt es an die Wasseroberfläche. Dann kann es passieren, dass auch bei starker Sonneneinstrahlung das Seewasser nicht mehr ausreichend aufgewärmt wird und die Ora nicht einsetzt. Am späten Nachmittag ist das Wasser spiegelglatt und die Wasserströmung stark, besonders in Ufernähe (von Brenzone, Malcesine und Navene). Am frühen Abend setzt dann wieder N-Wind ein.

Ora

Der bekannteste Gardaseewind  Er bläst aus dem Süden und entsteht aus sehr vielen kleinen Winden, die sich auf der Höhe zwischen Gargnano und Brenzone zur sogenannten ORA vereinigen. Er ist sehr regelmäßig im Frühjahr, Sommer und Herbst. Am stärksten und am sichersten ist er allerdings im Sommer, denn er benötigt eine starke Sonneneinstrahlung auf dem Wasser und auf den Bergen im Norden des Gardasees. Die Ora beginnt nach abflauendem Pelér zwischen ca. 12.00 oder 13.30 Uhr und hält bei normaler Wetterlage immer bis Sonnenuntergang an. Ihre Windstärken sind sehr unterschiedlich: z. B. Brenzone 1-2, Campione nur in Ufernähe 300m 3-5, Malcesine 2-4, Torbole 4-5, je nördlicher um so stärker sind sie.

Balinot

Er kommt vom Ballino Berg über das nordwestliche Tal von Riva.  Der Bali setzt meistens nach einem Schneefall in den Bergen oder im Sommer nach starker Abkühlung ein und bezieht dieselbe Zone wie Pelér ein. ( Am 31.08.03 haben wir bis 65 KN gemessen, also bis ca. 120 km/h) Er bläst viel stärker als der Pelér und wird von den Bergen im Norden von Navene auf die Seemitte zurückgeworfen. Er erreicht eine Windstärke 5-8 und dauert manchmal auch 2 bis 3 Tage. Im Sommer setzt er nach einem Gewitter oder nach längerer Regenzeit ein. Er kann sehr gefährlich sein, wenn er z. B. am späten Nachmittag einsetzt und nach dem Sonnenuntergang noch etwa 2 Windstärken zulegt. In diesem Falle sollte man sofort den nächsten Hafen oder einen Bojenplatz suchen oder mit dem Windsurfboard ans Ufer zurückkehren und zuerst seine “Stabilisierung“ abwarten. (An solchen Tagen passieren die meisten Unfälle, da die in Not geratenen Wassersportler nach Sonnenuntergang fast nicht mehr zu finden sind, deshalb Vorsicht!) Im Norden des Sees ist er ablandig und vom Ufer aus fast nicht zu erkennen, denn er setzt erst weit draußen ein.

Vorsicht

Wenn es im Sommer bereits am Morgen einen leichten Südwind gibt, die sogenannte “Schlechtwetter-Ora“ oder von einheimischen Fischern “Vént de Temporal“ genannt, (in Torbole kann sie 6 bis 7 Windstärken erreichen), regnet es mit Sicherheit vor Sonnenuntergang.  Die Folge: Der Wind schläft ein und bei stärkerem Regen und folgender Abkühlung gibt es vor Abend möglicherweise Bali. Wenn am Nachmittag bei normaler Wetterlage oder im Norden Wolken über den Bergen aufziehen und die Ora einschläft, dann kann es in kürzester Zeit, je nach Abkühlung, Pelér oder Bali geben. Diese Winde werden immer stärker bei abflauender Sonneneinstrahlung und halten bis zum nächsten Tag ca. 14.00 Uhr an.